Protestlauf in Essen abgesagt – Nazis enttäuscht

Protestlauf in Essen abgesagt – örtliche Naziszene enttäuscht über gescheiterte Zusammenarbeit mit der SPD.

„Wir hätten sogar die örtlichen Rivalitäten überwunden und wären nach Essen gefahren, wobei wir bislang leugneten, dass die Stadt überhaupt existiere,“ sagte Siegfried Borchardt, unter Kameraden auch liebevoll SS-Siggi genannt.

Auf Nachfrage von „Die Wahrheit“ sagte der Essener SPD-Ortsverbandsvorsitzende und einer der drei Initiatoren der Demonstration unter dem Motto „Genug ist genug, Integration hat Grenzen, Der Norden ist voll“:

„Wir denken, dass die momentane Entwicklung der AfD zu einer reinen Nazipartei gefährlich ist. Daher haben wir beschlossen, dass wir das Thema Rechtspopulismus nicht mehr ihnen allein überlassen können. Auch aus Tradition nicht. Wir dachten eigentlich, dass wir mit Thilo Sarrazin auf Nummer sicher gingen, doch nun ist Aktivität angefragt. Leider warf die angekündigte Teilnahme der NPD und AfD unter dem Motto „Wohnungen zuerst für Doitsche“ Fragen sozialer Natur auf, mit denen wir uns zu Zeit nicht befassen wollen. Daher entschieden wir uns schweren Herzens für eine Absage der Veranstaltung. Dennoch seien alle ernsthaft besorgten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, auf der nächsten SPD Ortsverbandssitzung unter dem Titel „Wie Einwanderung Grenzen setzen“ mit uns über ein Aktionsprogramm zu diskutieren, dass den Nazis endlich den Boden entzieht.“

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