Gesprochenes: Kurzer Nachruf auf Hans-Dietrich Genscher, den Großen (Podcast #1)

Kurzer Nachruf auf Genscher, den Großen

Hans-Dietrich Genscher ist tot,
Der Große!
Weil obligatorisch, gieße auch ich mein ganz persönliches Beileid
In die Beileidssauce.

Mein Beileid für die Familien von Elisabeth Käsemann und die der anderen Toten
Unter Pinochet,
Wir vergessen sehr schnell, liegen wir wir erst lang genug und sicher
In unserm Wohlstandsbett.

Vergessen sind die Berufsverbote und
Die Notstandsgesetze,
Vergessen sind auch die Militarisierung und
Die Kommunistenhetze.
Wenn jemand stirbt, erinnern sich die Hinterbliebenen
Nur an das Beste.

Ja, er war wirklich ein großer deutscher Staatsmann,
Selbst Geiselnahmen taten ihm keinen Abbruch,
“Wir verhandeln nicht mit Terroristen”
Das war sein Wahlspruch.

Dem Wehrmachtsoffizier schenkte er den Doppelbeschluss,
Die Cruise Missile und die Pershing II,
Dem Einigungskanzler die Europäische Gemeinschaft,
Zu dieser legte er noch die polnische Opposition bei.

Blühende Landschaften bis in alle Tage,
Wiedervereinigung, aussichtsreiche Lage,
In den oberen Konzernetagen wurde gefeiert,
Deutschland wird wieder groß, keine Frage.
Endlich ist man wieder Herr im Hause,
Weg mit der roten Plage.

Dem kleinen Menschen, dem jetzt die Staatstrauer verordnet,
Wird der Genscher-Stiefel nie aufhören zu drücken.
Und der Opposition, die aus Respekt Kondolenzen abordnet,
Die sich vor dem deutschen Wesen anschickt tiefer noch zu bücken,
Um dem großen Minister die letzt Ehre zu erweisen,
Gehört ein Tritt in den Hintern versetzt,
Auf dass sie endlich aufhören unsere Gegner zu preisen.

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Auf Facebook kann man alles kaufen oder: Werbung als Nazipropaganda

Wir wollten einmal wissen, wie um alles in der Welt diese beschissene Werbeanzeige in unseren Feed kommt. Facebook sagte uns, dass wir uns für das „Deutsche Reich 1933 bis 1945“ interessieren. Da das kein Interesse ist, dass wir selbst angegeben haben, schlussfolgerte der Algorithmus wohl von selbst, dass wir uns für Reichskriegsflaggenuhren interessieren würden, denn das Interesse wurde dadurch festgelegt, dass wir eine Seite gelikt haben, die etwas mit dem Thema zu tun hat. Dass wir allerdings eher am Widerstand interessiert sind, als am Erwerb von Nazisymbolik, ist bei Facebook nicht vorgesehen. Dass Unternehmen, wie die Rakuten.de durch bezahlte Werbung kommerzialisiert rechte Propaganda verbreiten, ist natürlich kein Verstoß gegen die gemeinschaftlichen Grundsätze der blauen Plattform. Dass hingegen satirische Beiträge gepostet werden hingegen schon. Für Geld ist bei Facebook alles zu bekommen – auch der Persilschein für Werbetreibende.

GEZ-Pfändung: von Storch eröffnet Konto in Panama

Panama City, Berlin. Nachdem die eine weltweite Arbeitsgruppe von Journalist*innen einen angeblichen Schwindel um mutmaßliche Offshore-Briefkastenfirmen aufgedeckt haben soll, entschied die Chefredakteurin von Die Wahrheit, dass es an der Zeit wäre, mal wieder nach Panama zu fliegen, um ein paar persönliche Geschäfte in Ordnung zu bringen.

Während sie rein zufällig aus den Türen der Kanzlei Mossack Fonseca tritt, geschieht das Undenkbare. Beatrix von Storch läuft die Straße entlang – in einem Ausland! Die Gelegenheit beim Schopfe packend, schob sie Direktoren von Siemens, Aufsichtsratsmitglieder von VW und Lionel Messi vom FC Barcelona beiseite, um die AfD-Politikerin noch zu erwischen.

Auf die Frage hin, was die Berliner AfD-Führerin ausgerechnet nach Panama verschlagen hätte, antwortete diese: “Die GEZ und die ganze staatliche Planwirtschaft war mit schon immer ein Dorn im Auge. Mit diesem Geld werden eh nur die Linksextremen wie das ARD, die Antifa und Angela Merkel finanziert.” Insbesondere der öffentlich-rechtliche Rundfunk war von Storch schon lange ein Dorn im Auge. “Jetzt ist das Maß voll,” konstatiert die Adlige, “nachdem sie mein Konto gepfändet haben, wir es Zeit, das Geld in Sicherheit zu bringen.” Erst der Mausrutscher, dann der drohende Rauswurf aus der EKR-Fraktion im Europaparlament, dann der plötzliche Ausschluss aus der AfD-Programmkommission und nun die Pfändung – Beatrix von Storch scheint kein Glück zu haben.

Beatrix von Storch ist seit jeher eine Verfechterin der privaten Vermögenspflege. Nicht zuletzt, seit die Bundesregierung das lukrative Geschäft mit dem Gold für die AfD reglementiert hat und nun nach Lösungen gesucht werden, das gewonnene Geld sicher anzulegen. Nicht nur haben Deutsche in Lateinamerika insbesondere nach 1945 auch aus politischen Gründen ein ganz besonderes Ansehen genossen. Beatrix von Storch ist der kluge Umgang mit Finanzen, der Handel mit dem Gold und die politische Verbindung nach Südamerika geradezu in die Wiege gelegt worden. Bereits ihr Großvater tat sich vor der Machtübernahme durch die linksgrüne Kifferregierung in Deutschland in prominenter Position als Finanzexperte hervor.

Warum also gerade die Kanzlei, die gerade auf Grund ihrer zwielichtigen Geschäftsmodelle in den Blickpunkt geraten ist? Die Rechtspolitikerin gibt eine ungewöhnlich konkrete Antwort:”Erst einmal muss man sowieso anzweifeln, was die Lügenpresse schreibt. Ob in Deutschland oder im Ausland. Sollten allerdings die Punkte wahr sein, die hier so aufgebauscht werden, klang es wir das perfekte Bewerbungsschreiben. Wenn sogar Putin und Assad die Kanzlei Mossack Fonseca zu ihren Ratgebern zählt, dann muss da was dran sein. Und die netten Herren haben mich in einem ersten Gespräch ganz vorzüglich beraten. Und wenn es hilft, Steuern zu sparen – umso besser. Keinen Cent zuviel für diesen Unrechtsstaat. In diesem Sinne bin ich gern Flüchtling, nämlich Steuerflüchtling. Und Panama gewährt mir quasi politisches Asyl vor der deutschen Politik.”

Böhmermann-Video gelöscht: Erdoğan neuer ZDF-Programmchef

Mainz. Nachdem der türkische Sultan Recep Tayyip Erdoğan vergeblich den deutschen Botschafter und die Bundesregierung unter Druck setzte, die Satire des Nachrichtenmagazins Extra3 im NDR zu löschen, stand nun eine berufliche Neuorientierung an. Nach der erfahrenen Schmach war es ihm nicht mehr möglich, sein bisheriges Amt auszuüben. Da kam ihm das Angebot des Zweiten Deutschen Fernsehens nur gelegen.

Zur Entscheidung, dem scheidenden Staatsoberhaupt der Türkei das Amt des Programmchefs beim staatlichen Sender anzubieten, sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut gegenüber Die Wahrheit: „Wir wussten lange nicht, wie wir mit dem Böhmermann umgehen sollten. Klar, Pressezensur gibt es hier nicht, aber er schlug oft über die Stränge. Kündigen ging auch nicht, da war der öffentliche Druck zu groß. Da haben wir uns entschieden, jemanden zu suchen, dem das öffentliche Wohl noch egaler ist, als uns. Nach eingängigen Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen beim Sender wurde mir schnell klar: Wir teilen mir Erdoğan weitaus mehr, als unser Unverständnis für Satire. Auch politisch steht uns der konservative Politiker sehr nahe. Aus persönlichen Kontakten wusste ich, dass er nach einem neuen Job sucht. Daher fiel uns die Entscheidung nicht schwer.“

Erdoğan selbst nahm das Angebot gern an. In einem Telefonat sagte er der Redaktion von Die Wahrheit: „Ab jetzt weht beim ZDF ein anderer Wind! Zwar ist das Video wieder verfügbar, aber sowas wie beim NDR wird mir hier nicht noch einmal vorkommen.“ Als erste Maßnahme wird zu Beginn jeder Nachrichtensendung im ZDF eine Minute lang das Bild Erdoğans selbst zu epischer Musik eingeblendet.

Ohne Witz: AfD in Aprilscherz für Deutschland umbenannt

Berlin. Noch vor dem Mitgliederparteitag am 30. April 2016, auf dem Das Programm der Rechtspartei beschlossen werden soll, gaben prominente Vertreter*innen der Partei in einem Schreiben eine Namensänderung bekannt. Mit sofortiger Wirkung heißt die Partei nun nicht länger Alternative, sondern Aprilscherz für Deutschland.

In der von öffentlich bekannten Figuren wie Frauke „Das-habe-ich-so-nie-gesagt“ Petry, Beatrix von „Mausrutscher“ Storch, Marcus „Schießbefehl“ Pretzell, Alexander „Ich bremse auch für Kinder“ Gauland und Björn „Der Führer“ Höcke unterschriebenen Mitteilung heißt es: „Natürlich haben es sich schon viele gefragt: Soll das ein Scherz sein? Schießbefehle, Mausrutscher, Dementi, Dementi der Dementi, Frau von Storch ist in Wirklichkeit Björn Höcke, wie Die Wahrheit richtigerweise berichtete. Um es kurz zu machen. Ja. Ja, es ist alles nur ein Scherz. In Wirklichkeit sind wir seit langem Mitglieder von Martin Sonneborns „Partei“. Wir haben uns vor drei Jahren dazu entschieden, eine neue rechte Partei aufzubauen, um der Mehrheit der Bevölkerung zu zeigen, wohin es führen kann, wenn die Leute die Schuld für ihre Misere Unbeteiligten Flüchtlingen in die Schuhe schieben, statt sie bei den gierigen Unternehmern und deren Regierung zu suchen. Leider ist uns das Ganze in letzter Zeit etwas über den Kopf gewachsen, einige Nazis hielten das für unseren vollen Ernst. Wir können nur sagen: Es tut uns leid, Lutz. Hier also die Auflösung: uns gibt es nicht wirklich, wir sind nur ein schlechter Internetscherz und wir hoffen, alle haben etwas dabei gelernt.“

Nach Löschung kritischer Facebookseite: Nazi-Nerds verkünden nahenden Endsieg

Germania (vormals Berlin). Nachdem sie nicht nur alle Flüchtlinge aus Deutschland, sondern von der ganzen Welt vertrieben haben, ist einer Nerd-Gruppe aus überzeugten AfD-Anhängern und anderen Rechten (siehe Foto für Beispiel) nun endlich die alles entscheidende Offensive gelungen. Sie haben durch eine organisierte Aktion, in enger Partnerschaft mit der Facebook-Inquisition, immer wieder kritische Seiten gemeldet, bis diese gesperrt oder gelöscht wurden. Der jüngste Fall war die Seite AfD-Watch.

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Der gegen Rassismus und Nationalismus gerichtete Inhalt der Seiten verstößt eindeutig gegen die Richtlinien der Facebook-Community. Chef des sozialen Netzwerks Mark Zuckerberg sagte dazu gegenüber Die Wahrheit: „Demokratie tralala – zwei Drittel aller geposteten Inhalte sind entweder rassistisch, nationalistisch, diskriminierend, verschwörungstheoretisch, rechtsextrem oder alles zusammen. Wie soll ich denn bitte Geld verdienen, wenn wir das konsequent sanktionieren würden. Nachher müssten wir noch gegen sexistische Postings vorgehen. Stellt euch das doch mal vor – ein social network, in dem sich alle Beteiligten wohl fühlen! Das wäre doch Schwachsinn! Es läuft doch so – wir sperren diese ganzen Kommunistenseiten und die Nazis posten weiter ihr Zeug, über das sich alle aufregen. User-Engagement ist alles.“

Mandy Schabrowski, frisch gebackene Wachpolizistin im Bundesland Sachsen sagte dazu: „Wir als überzeugte Demokraten wollen den linksfaschistischen Gesinnungsterror nicht länger hinnehmen. Es ist gut, dass die Seiten verboten werden, denn hier im Land muss endlich wieder Meinungsfreiheit herrschen. Wer derart auf der Seite der Mächte steht, die Deutschland kolonisieren wollen, um Deutschland zu schwächen, hat aus der Geschichte wirklich nichts gelernt. Nie wieder Faschismus! Für wirkliche Demokratie!“

Diesterweg1

In einem anonymen Rundbrief schrieb das anonyme neurechte Anonymous-Kollektiv: „Kameraden! Die Stunde ist nahe, da unser Sieg kommen wird und kommen muss! Die linksgrüne Herrschaft der CDU-Kanzlerin und Volksverräterin Merkel schwankt. Wir werden noch zwei Angriffe auf bekannte Gesichtsbuch-Seiten starten und dann fällt das Unrechtsregime.“

Gegenüber seinen Anhänger*innen sagte der zukünftige Reichskanzler und AfD-Führer Björn Höcke: „Nun, da unsere Stunde gekommen ist und wir nicht zur Berlin und Deutschland zu altem Glanze und wahrer Demokratie verhelfen, indem wir alle unsere Feinde zum Schweigen bringen, machen wir auch endlich Schluss mit der Überfremdung unseres schönen Vaterlandes. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die letzte Seite im Zwischennetz gefallen ist. Das weltweite Netz gehört uns.“

Neben der bereits erfolgten Umbenennung von Berlin in Germania, soll weiterhin das world-wide-web (www) in weltweites Netz (wwn) und das Nachrichtenmagazin „Die Wahrheit“ in „Linksfaschistisches Propagandablatt“ umbenannt werden.

Facebook löscht AfD-Watch – Der Kampf geht weiter!

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Die Seite AfD Watch wurde gelöscht. AfD Watch postete seit langem und mit zunehmender Popularität kritische Artikel zur Alternative für Deutschland und deren Verschiebung nach rechts und leistete somit einen Beitrag dafür, eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen. Auch wenn wir wissen, dass der Kampf auf der Straße und nicht online gewonnen wird, ist es ein Skandal, dass Facebook auf Beschwerde bekennender Rechtsradikaler eine Seite löscht, die sich gegen Rassismus und Nationalismus – nicht zuletzt gegen Erdogan – ausspricht. Vor allem während sexistische, gewalttätige und diskriminierende bis hin zu rechten Postings ungestraft bleiben, werden immer wieder kritische Karikaturen und Artikel kommentarlos gelöscht.
Doch eines bleibt klar – Seiten könnt ihr löschen, Menschen nicht. Unsere Ideen bleiben erhalten, gegen jeden Nationalismus und Rassismus. Der Kampf geht weiter!