Auf Facebook kann man alles kaufen oder: Werbung als Nazipropaganda

Wir wollten einmal wissen, wie um alles in der Welt diese beschissene Werbeanzeige in unseren Feed kommt. Facebook sagte uns, dass wir uns für das „Deutsche Reich 1933 bis 1945“ interessieren. Da das kein Interesse ist, dass wir selbst angegeben haben, schlussfolgerte der Algorithmus wohl von selbst, dass wir uns für Reichskriegsflaggenuhren interessieren würden, denn das Interesse wurde dadurch festgelegt, dass wir eine Seite gelikt haben, die etwas mit dem Thema zu tun hat. Dass wir allerdings eher am Widerstand interessiert sind, als am Erwerb von Nazisymbolik, ist bei Facebook nicht vorgesehen. Dass Unternehmen, wie die Rakuten.de durch bezahlte Werbung kommerzialisiert rechte Propaganda verbreiten, ist natürlich kein Verstoß gegen die gemeinschaftlichen Grundsätze der blauen Plattform. Dass hingegen satirische Beiträge gepostet werden hingegen schon. Für Geld ist bei Facebook alles zu bekommen – auch der Persilschein für Werbetreibende.

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GEZ-Pfändung: von Storch eröffnet Konto in Panama

Panama City, Berlin. Nachdem die eine weltweite Arbeitsgruppe von Journalist*innen einen angeblichen Schwindel um mutmaßliche Offshore-Briefkastenfirmen aufgedeckt haben soll, entschied die Chefredakteurin von Die Wahrheit, dass es an der Zeit wäre, mal wieder nach Panama zu fliegen, um ein paar persönliche Geschäfte in Ordnung zu bringen.

Während sie rein zufällig aus den Türen der Kanzlei Mossack Fonseca tritt, geschieht das Undenkbare. Beatrix von Storch läuft die Straße entlang – in einem Ausland! Die Gelegenheit beim Schopfe packend, schob sie Direktoren von Siemens, Aufsichtsratsmitglieder von VW und Lionel Messi vom FC Barcelona beiseite, um die AfD-Politikerin noch zu erwischen.

Auf die Frage hin, was die Berliner AfD-Führerin ausgerechnet nach Panama verschlagen hätte, antwortete diese: “Die GEZ und die ganze staatliche Planwirtschaft war mit schon immer ein Dorn im Auge. Mit diesem Geld werden eh nur die Linksextremen wie das ARD, die Antifa und Angela Merkel finanziert.” Insbesondere der öffentlich-rechtliche Rundfunk war von Storch schon lange ein Dorn im Auge. “Jetzt ist das Maß voll,” konstatiert die Adlige, “nachdem sie mein Konto gepfändet haben, wir es Zeit, das Geld in Sicherheit zu bringen.” Erst der Mausrutscher, dann der drohende Rauswurf aus der EKR-Fraktion im Europaparlament, dann der plötzliche Ausschluss aus der AfD-Programmkommission und nun die Pfändung – Beatrix von Storch scheint kein Glück zu haben.

Beatrix von Storch ist seit jeher eine Verfechterin der privaten Vermögenspflege. Nicht zuletzt, seit die Bundesregierung das lukrative Geschäft mit dem Gold für die AfD reglementiert hat und nun nach Lösungen gesucht werden, das gewonnene Geld sicher anzulegen. Nicht nur haben Deutsche in Lateinamerika insbesondere nach 1945 auch aus politischen Gründen ein ganz besonderes Ansehen genossen. Beatrix von Storch ist der kluge Umgang mit Finanzen, der Handel mit dem Gold und die politische Verbindung nach Südamerika geradezu in die Wiege gelegt worden. Bereits ihr Großvater tat sich vor der Machtübernahme durch die linksgrüne Kifferregierung in Deutschland in prominenter Position als Finanzexperte hervor.

Warum also gerade die Kanzlei, die gerade auf Grund ihrer zwielichtigen Geschäftsmodelle in den Blickpunkt geraten ist? Die Rechtspolitikerin gibt eine ungewöhnlich konkrete Antwort:”Erst einmal muss man sowieso anzweifeln, was die Lügenpresse schreibt. Ob in Deutschland oder im Ausland. Sollten allerdings die Punkte wahr sein, die hier so aufgebauscht werden, klang es wir das perfekte Bewerbungsschreiben. Wenn sogar Putin und Assad die Kanzlei Mossack Fonseca zu ihren Ratgebern zählt, dann muss da was dran sein. Und die netten Herren haben mich in einem ersten Gespräch ganz vorzüglich beraten. Und wenn es hilft, Steuern zu sparen – umso besser. Keinen Cent zuviel für diesen Unrechtsstaat. In diesem Sinne bin ich gern Flüchtling, nämlich Steuerflüchtling. Und Panama gewährt mir quasi politisches Asyl vor der deutschen Politik.”

Böhmermann-Video gelöscht: Erdoğan neuer ZDF-Programmchef

Mainz. Nachdem der türkische Sultan Recep Tayyip Erdoğan vergeblich den deutschen Botschafter und die Bundesregierung unter Druck setzte, die Satire des Nachrichtenmagazins Extra3 im NDR zu löschen, stand nun eine berufliche Neuorientierung an. Nach der erfahrenen Schmach war es ihm nicht mehr möglich, sein bisheriges Amt auszuüben. Da kam ihm das Angebot des Zweiten Deutschen Fernsehens nur gelegen.

Zur Entscheidung, dem scheidenden Staatsoberhaupt der Türkei das Amt des Programmchefs beim staatlichen Sender anzubieten, sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut gegenüber Die Wahrheit: „Wir wussten lange nicht, wie wir mit dem Böhmermann umgehen sollten. Klar, Pressezensur gibt es hier nicht, aber er schlug oft über die Stränge. Kündigen ging auch nicht, da war der öffentliche Druck zu groß. Da haben wir uns entschieden, jemanden zu suchen, dem das öffentliche Wohl noch egaler ist, als uns. Nach eingängigen Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen beim Sender wurde mir schnell klar: Wir teilen mir Erdoğan weitaus mehr, als unser Unverständnis für Satire. Auch politisch steht uns der konservative Politiker sehr nahe. Aus persönlichen Kontakten wusste ich, dass er nach einem neuen Job sucht. Daher fiel uns die Entscheidung nicht schwer.“

Erdoğan selbst nahm das Angebot gern an. In einem Telefonat sagte er der Redaktion von Die Wahrheit: „Ab jetzt weht beim ZDF ein anderer Wind! Zwar ist das Video wieder verfügbar, aber sowas wie beim NDR wird mir hier nicht noch einmal vorkommen.“ Als erste Maßnahme wird zu Beginn jeder Nachrichtensendung im ZDF eine Minute lang das Bild Erdoğans selbst zu epischer Musik eingeblendet.

Ohne Witz: AfD in Aprilscherz für Deutschland umbenannt

Berlin. Noch vor dem Mitgliederparteitag am 30. April 2016, auf dem Das Programm der Rechtspartei beschlossen werden soll, gaben prominente Vertreter*innen der Partei in einem Schreiben eine Namensänderung bekannt. Mit sofortiger Wirkung heißt die Partei nun nicht länger Alternative, sondern Aprilscherz für Deutschland.

In der von öffentlich bekannten Figuren wie Frauke „Das-habe-ich-so-nie-gesagt“ Petry, Beatrix von „Mausrutscher“ Storch, Marcus „Schießbefehl“ Pretzell, Alexander „Ich bremse auch für Kinder“ Gauland und Björn „Der Führer“ Höcke unterschriebenen Mitteilung heißt es: „Natürlich haben es sich schon viele gefragt: Soll das ein Scherz sein? Schießbefehle, Mausrutscher, Dementi, Dementi der Dementi, Frau von Storch ist in Wirklichkeit Björn Höcke, wie Die Wahrheit richtigerweise berichtete. Um es kurz zu machen. Ja. Ja, es ist alles nur ein Scherz. In Wirklichkeit sind wir seit langem Mitglieder von Martin Sonneborns „Partei“. Wir haben uns vor drei Jahren dazu entschieden, eine neue rechte Partei aufzubauen, um der Mehrheit der Bevölkerung zu zeigen, wohin es führen kann, wenn die Leute die Schuld für ihre Misere Unbeteiligten Flüchtlingen in die Schuhe schieben, statt sie bei den gierigen Unternehmern und deren Regierung zu suchen. Leider ist uns das Ganze in letzter Zeit etwas über den Kopf gewachsen, einige Nazis hielten das für unseren vollen Ernst. Wir können nur sagen: Es tut uns leid, Lutz. Hier also die Auflösung: uns gibt es nicht wirklich, wir sind nur ein schlechter Internetscherz und wir hoffen, alle haben etwas dabei gelernt.“