Skandal: Arbeit nur für deutsche Männer durch die AfD Berlin

Berlin. Was auf den ersten Blick wie ein Scherz anmutet, stellt sich bei näherem Hinsehen als bitterer Ernst heraus. Nachdem der Brandenburger AfD-Vorstandsmann Roman Reusch bereits zum Leitenden Oberstaatsanwalt der Abteilung „Auslieferung ausländischer Straftäter, Internationale Rechtshilfe“ in Berlin befördert wurde, zog jetzt eine Pressemitteilung der AfD in Berlin-Lichtenberg die Aufmerksamkeit auf sich.

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Dass gerade dieser Bezirksverband sich dergestalt äußert, verwundert nicht, denn innerhalb des Landesverbandes der AfD Berlin steht er auf dem rechten Flügel. Zwar hat im Januar der neue Landesvorstand unter dem Vorsitz von Storchs und Pazderskis den alten Lucke-Flügel abgelöst, doch gaben diese sich in den letzten Wochen und die Parteitage zum Wahlprogramm betont konservativ und bieder. Anders in Lichtenberg, wo Heribert Eisenhardt als ehemaliges Bezirksvorstandsmitglied häufig als „Reiner Zufall“ mit Redebeiträgen bei Bärgida aufgetreten ist und damit nur lustlos getarnt die Brücke zu den rechtsradikalen schlug.

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Links: Heribert Eisenhardt als „Reiner Zufall“ beim Berliner Pegida-Ableger am Hauptbahnhof, rechts: bei einer Danksagungsaktion der AfD vor der ungarischen Botschaft

In obiger Pressemitteilung wird die gesamte Verachtung der AfD für Frauen, Arbeiter*innen und Menschen anderer Herkunft deutlich. „Kreative Wege, den Mindestlohn zu umgehen“ könnte direkt aus der Feder des Bundesverbandes deutscher Industrie kommen. Damit stellt sich die AfD eindeutig hinter die Unternehmen, die selbst den kargen Mindestlohn von 8,50 € für zu hoch halten. Von einem Lohn, der unter dem gesetzlichen Mindestmaß liegt, sollen dann auch noch die Frauen zuhause bleiben und sich über das Geld freuen, dass der Mann als Alleinverdiener nach Hause bringt. Ein erfülltes Leben als Hausfrau unterhalb der Armutsgrenze scheint vor allem den meist wohlbetuchten Kleinbürger*innen der AfD eine wünschenswerte Zukunft zu sein. Lohnsklaverei an sich scheint von einem besonderen Wert zu sein, denn wer arbeitet nicht lieber mehr Stunden bei geringem Lohn, als wenige Stunden bei höherem Lohn? Nur wer arbeitet, ist ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft. Einen offeneren politischen Ausdruck der kapitalistischen Verwertungslogik des „Humankapitals“ ist kaum denkbar.

Bei solchen Aussagen kommt die gesamte Niedertracht der Mittelständler zum Ausdruck, die um nichts als ihren eigenen materiellen und gesellschaftlichen Status fürchten und dafür bereit sind, noch auf die untersten Schichten der Gesellschaft zu treten und dafür von einem offenen Rassismus Gebrauch zu machen. Denn das erklärte Ziel der Firma „Arbeit und Beratung“ ist es, vor allem Deutschen eine Arbeitsstelle zu vermitteln. Nicht aber, ohne vorher klar gemacht zu haben, dass bei einem Lohn, von dem niemand leben kann, die Hartz IV Regelsätze noch darunter liegen müssten. Um von den Menschen zu fordern, wieder arbeiten zu gehen. Sprich: um die materielle Not auf ein Niveau zu senken, dass niemand auch nur ansatzweise von Sozialleistungen leben könnte. Ein schlagkräftiges Argument dafür, auch Jobs für 5 Euro oder weniger pro Stunde anzunehmen.

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Vereint geschickt Berufliches und Privates – Andreas Wild. Oben: Auf der Homepage seiner Arbeitsvermittlung, unten: beim „Marsch auf Jena“ am 20. Januar 2016

Der Inhaber der Firma, Andreas Weil, ist einer von denen, für die die AfD gemacht wurde und die aus deren Politik direkten Gewinn ziehen. Er ist einer von den zahlreichen besser situierten Mittelständlern, die von der Spaltung der Belegschaft profitieren. Je größer diese ist, desto besser lässt sich die Konkurrenz zwischen Arbeitenden und Erwerbslosen, Frauen und Männern, Deutschen und anderen Menschen nutzen, um die Löhne auf ein Mindestmaß der rein physischen Erhaltung der Arbeitskraft zu reduzieren. Weil ist der Vizesprecher im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, der einer der zahlenmäßig stärksten in Berlin ist und großen Anteil an dem Angriff von rechts auf den alten Landesvorstand hatte. Neben seiner Tätigkeit als Arbeitsvermittler und Bezirkspolitiker, fährt er gern seinen Gesinnungskameraden Björn Höcke in Thüringen besuchen. Ebenso wie Teile der AfD Lichtenberg, steht er und der Bezirksvorstand in Steglitz-Zehlendorf dem prominenten Führer der Parteirechten Höcke näher als von Storch. Die Unterstützung, die Andreas Weil bei der Eröffnung seines Lichtenberger Büros zuteil wird, ist ein offenes politisches Bekenntnis, das von der Deutlichkeit der Aussagen in der Pressemitteilung noch unterstrichen wird. Es ist die Personalunion des nationalistischen Unternehmers, der gleichzeitig noch die Partei anführt, die seine Interessen vertritt.

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2 Kommentare zu „Skandal: Arbeit nur für deutsche Männer durch die AfD Berlin“

  1. Sie Reden sehr viel klein zeug sie sind ja noch zuklein ich hab mache Bericht gelesen sie benutzen sehr viel das Wort scheiße da sieht mann das sie zuklein sind aber egal trinken sie satt Bier mal Milch das habe in fernsehen gesehen der Glas war großer als der Kopf und für die Zukunft wünsche ich ein KLAREN KOFP und über andere herziehen muss man erst von Alkohol weg Dan kan man sagen das man mit klarem Kopf gedacht hat

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