Nach Twitter-Skandal: Erika Steinbach wechselt zur AfD

 

Berlin. Es ist ihr jüngster Geniestreich. Nachdem sie in Kreisen sich selbst ernst nehmender Politik nur noch Ulknudel und Skandal-Trulla genannt wurde, hat sie nun die Konsequenzen gezogen. Nach dem Aufschrei, der durch eine rassistische Äußerung zur sogenannten Überfremdung Deutschlands verursacht wurde, zieht Steinbach nun ihre Konsequenzen: Noch in der Nacht zum Sonntag gab sie per Twitter bekannt, der AfD beizutreten.

Erika Steinbach galt viele Jahr als T34 der CDU. Sie sprach aus, was sich niemand traute. Im Lager der konservativen Bürgerlichen konnte sich immer darauf verlassen werden, dass Steinbach als langjährige ehemalige Sprecherin des Bundes der Vertriebenen die letzte Person ist, die die Oder-Neiße-Grenze anerkennt.

Nach dem tödlich endenden Anschlag auf den Verwalter des Reichsprotektorates Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich, nahm Steinbach in dessen Nachfolge dessen Position zwischen 1942 und 1945 ein. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges trat sie dann mit vielen anderen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen in die CDU ein. Dort kämpfte sie dann jahrelang für eine Revanche und die Rückgewinning der verlorenen deutschen Ostgebiete.

Gegenüber Die Wahrheit sagte Steinbach: „Lange Zeit fühlte ich mich verloren. Meine Familie verlor ihren Besitz in Danzig, alles, was wir hatten. Mit einigen anderen Leidensgenossen traten ich dann den Christdemokraten bei, um mich für unsere Interessen einzusetzen. Gemeinsam gründeten wir den Bund der Vertriebenen. Doch so richtig zuhause fühlte ich mich in der CDU nie. Jetzt habe ich endlich eine Heimat gefunden. In der AfD kann ich sagen, was ich möchte. Sie sind die einzigen, die offiziell die Oder-Neiße-Grenze ablehnen und für ein Deutschland in altem Glanze eintreten. Deshalb fiel mir die Entscheidung nicht schwer.“

Ihr ehemaliger Parteikollege und Regierungssprecher Steffen Seibert kommentierte den Übertritt Steinbachs folgendermaßen: „Ich kann verstehen, dass Erika diesen Schritt macht. Ich würde auch gern in die AfD eintreten, aber dann wäre ich meinen Job los. Allerdings bin ich eh nur Regierungssprecher. Deshalb ist es mir egal, für wen ich spreche. Ich könnte auch für Frauke Petry sprechen, wenn sie Bundeskanzlerin ist.“

Der AfD-Führer Björn Höcke stellte mit Zufriedenheit fest, dass sie nun eine neue treue Mitstreiterin gewonnen hätten. „Ich wusste schon bei der ersten Zusammenkunft, dass Erika und die AfD gemeinsame Interessen hätten. Wir heißen sie herzlich willkommen. Genau, wie alle anderen, die schon im Geiste in unseren Reihen mitmarschieren.“

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2 Kommentare zu „Nach Twitter-Skandal: Erika Steinbach wechselt zur AfD“

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