PEGIDA-Basisdemokratie: Waffen statt Wahlzettel

Dresden. Nach einem weiteren erfolgreichen Treffen der PEGIDA (Pensionierte Europäische Gutmenschen – Initiative für mehr Demokratie im Abendland) wurde beschlossen, ab sofort aktiv für das Recht einzutreten, örtliche Basisdemokratie ausüben zu dürfen. Nach Bekundungen euphorisierter an der Versammlung Teilnehmender sei demnach das Anzünden einer Flüchtlingsunterkunft ein basisdemokratischer Akt. Natürlich nur, wenn keine Mensche im Gebäude seien. Dessen wäre sich jedoch durch genaues Beschauen der Außenwand versichert worden.

Da die Telefonanlagen, als auch das Internet, just an jenem Abend in Bautzen ausgefallen seien, es aber Zweifel an der Nachhaltigkeit der Bausubstanz der geplanten Flüchtlingsunterkunft gab, wurde ein alternativer Weg gesucht, mit den übergeordneten Planungsbehörden Kontakt aufzunehmen – per Rauchzeichen. „Anders ist die Bundesregierung zu später Stunde nicht mehr zu erreichen gewesen,“ sagte einer der vor Ort engagierten Basisdemokraten. Durch das Abbrennen des Hauses wolle die Gruppe besorgter BautznerInnen einen Neubau der Unterkunft erreichen.

Die Sprecherin der Dresdner Demokratischen Initiative, kurz PEGIDA, Tatjana Festerling, zollte auch den Bürgern und Bürgerinnen im nicht weit entfernten Clausnitz (Freiberg) größten Respekt. Diesen wollten einen Bus, der ohne Umweltplakette die Innenstadt passierte, in ein sicheres Gebiet umleiten und bewiesen in Abstimmung mit den staatlichen Behörden viel Einsatzbereitschaft.

AfD-Führerin Frauke Petry sagte in einem Gespräch mit Die Wahrheit, dass nach dem schon als sicher angesehenen Sieg bei der Bundestagswahl 2017 dieses Modell der basisdemokratischen Mitbestimmung auf ganz Deutschland ausgedehnt werden solle. „Sachsen ist sozusagen so etwas wie ein Testfeld für uns. Wir stellen uns sowas vor, dass alle Deutschen mit Erreichen des 18. Lebensjahres eine Grundausstattung mit Molotowcocktails, Brandbeschleunigern und einen Sturmfeuerzeug bekommen, um ihrem demokratischen Willen Ausdruck verleihen zu können. Dafür würden wir uns diese scheindemokratischen Abstimmungen sparen. Auf lokaler Ebene können wir uns das sogar schon ab 16 Jahren vorstellen.“

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