Asylpaket II: Brille für Sigmar Gabriel nach übersehenem Paragraphen

Sigmar_Gabriel_Berlin_2015-08-29

Berlin. Als der SPD-Chef in der letzten Woche die Abendnachrichten hörte, konnte er seinen Ohren kaum trauen. Der Koalitionspartner CDU hat vor, den Familiennachzug für Minderjährige ebenfalls für zwei Jahre auszusetzen. Und das alles, ohne Gabriel vorher zu fragen. „Anke, so kann das nicht weitergehen!“ soll der SPD-Nomarch laut den Erinnerungen seiner Partnerin ausgerufen haben.

Gegenüber Der Wahrheit sagte er: „Es ist ja überhaupt nicht so, dass wir darauf bestehen würden, dass Minderjährige ihre Eltern nach der Flucht holen dürften. Die haben ja den weiten Weg bislang auch allein unbeschadet überstanden. Wir stimmen unseren Freunden in der afghanischen Regierung vollkommen zu, dass dann alle ihre Kinder auf eine Kreuzfahrt nach Deutschland schicken würden, um Nutznießer dieser großzügigen Regelung zu werden. Das haben sie ja bislang auch gemacht. Aber niemand hat uns gesagt, dass das im Gesetzesentwurf stehen soll und das ist der eigentliche Skandal. Dabei haben wir so lange diskutiert und sind auf alles eingegangen, was Horst Seehofer wollte. Wir wollten sogar Bayern zum sicheren Herkunftsland erklären.“

Aus Kreisen der CDU hagelte es Dementi. Der Gesetzentwurf habe nicht nur Sigmar Gabriel vorgelegen, sondern auch seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Sozialministerium und trage seine Unterschrift. Niemand könne etwas dafür, wenn Sigmar Gabriel die Gesetze nicht liest, die er zu verantworten hat. „Vielleicht hätte der Vizekanzler bei der Debatte nicht so lange auf der Toilette bleiben sollen,“ mutmaßte eine SPD-Angestellte, die bei der Diskussion zwischen den Koalitionspartnern anwesend war.

Nun gesteht das sozialdemokratisch geführte Sozialministerium Fehler ein. Seit Streichung der Zuschüsse für Seehilfen habe sich selbst das SPD-Flaggschiff Gabriel trotz privater Versicherung keine Brille leisten können. „Niemand hat mir beim Amtsantritt gesagt, dass ich auch das Kleingedruckte lesen muss. Sonst hätte ich die Stelle gar nicht angenommen, so ohne Brille,“ verlautbarte er gegenüber der Redaktion.

Sigmar Gabriels neue Brille:

Plastikartikel_sonstiges_Zubehoer_Brillen_Brille_Patsy_schwarz

Zwar sei strittiger Paragraph im Nachhinein diversen Stellen im Sozialministerium aufgefallen, doch es wurde sich für die übliche Verfahrensweise bei der SPD entschieden. Alle taten so, als hätten sie nicht gesehen, um im Nachhinein der CDU die Schuld an allem geben zu können. Davon mal abgesehen, seien „ehemalige Angestellte der SPD schon für weniger gestorben,“ ließ und eine interne Quelle wissen, die aus Sicherheitsgründen lieber anonym bleiben möchte. Es werden nun parteiintern Spenden gesammelt, um dem großen Vorsitzenden eine neue Brille kaufen zu können.

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